Villa Villette seit 1866

Das Landhaus Villette in Cham wurde 1865/66 für den Zürcher Bankier und Kunstmäzen Heinrich Schulthess von Meiss (1813-1898) errichtet. Bau und Gestaltung der Villa und des Parks sind im geschichtlichen Zusammenhang mit dem Bahnbau von Zürich nach Luzern zu sehen. Mit dem Material des teilweise abgetragenen Kirchbüel-Hügels wurden die Seeuferanlage und das Inseli nach englischem Vorbild erstellt.

Der Bauherr wählte als Architekten den Zürcher Leonhard Zeugheer (1812-1866), der als einer der bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts die Villa im italianisierenden Neu-Renaissance-Stil erbaute. Wie bei den Schlössern der Barockzeit bildet auch diese Villa des 19. Jahrhunderts mit der sie umgebenden, 46'410 m2 umfassenden, grosszügig angelegten Parklandschaft mit dem prächtigen alten Baumbestand eine Einheit.

1981 konnte die Gemeinde Cham Park und Villa erwerben. Die 1986 errichtete "Stiftung Villette Cham" bezweckt, die unter Denkmalschutz stehende Villa Villette für die Oeffentlichkeit zu erhalten und die kulturellen und gesellschaftlichen Anlässe zu fördern.